Seit dem Schuljahr 2025/2026 nimmt unsere Förderschule Lernen nicht mehr nur Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen auf sondern auch Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Emotionale und Soziale Entwicklung. Das Einzugsgebiet beschränkt sich dabei auf den Landkreis Aurich.
Aktuell besuchen die Förderschule Lernen 50 Schülerinnen und Schülern mit vorrangig einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen von Klasse 8 bis Klasse 10.
In der seit diesem Schuljahr neu geründeten Förderschulzweig Emotionalen und Sozialen Entwicklung werden aktuell 23 Schülerinnen und Schüler mit vorrangig einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Emotionale und Soziale Entwicklung in den Jahrgängen 5 und 6 beschult.
In aller Regel entscheiden die Sorgeberechtigten sich für unsere Schule, wenn sie vermuten oder auch erlebt haben, dass ihre Kinder trotz sonderpädagogischer Unterstützung in den allgemeinen Schulen des Sekundarbereichs I nicht oder nicht mehr hinreichend gefördert werden können.
Im Schuljahr 2025/2026 werden somit 73 Kinder und Jugendliche in 8 Klassen unterrichtet.
Die Schülerinnen und Schüler erwerben den Abschluss der Förderschule (Lernen) nach dem 9. Schuljahr oder – bei entsprechenden Leistungen – den Hauptschulabschluss nach 9 nach dem 10. Schuljahr.
Das Leitziel des pädagogischen Handelns kann mit den Worten „Fit für das Leben“ beschrieben werden:
– Basale Fähigkeiten entwickeln: Förderung von Wahrnehmung, Sprache und Motorik
– Persönlichkeit stärken: Selbstwertgefühl durch Anerkennung und individuelle Zuwendung erleben, andere Menschen respektieren, Regeln einhalten, Verantwortung übernehmen, teamfähig werden, Spaß haben und feiern
– Lernwege erschließen: im Rahmen der individuellen Voraussetzungen umfassende Aneignung der Lerninhalte durch differenzierte Lernangebote und sonderpädagogische Unterstützung
– Lebens- und Arbeitsorientierung: Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, lebensorientierte Projekte, Betriebserkundungen und -praktika, Berufsschultag, Berufsberatung. Hierbei spielt die Kooperation mit der BBS2 im Zuge des Auricher Modells eine große Rolle. Jeden Dienstag besucht der 9. Jahrgang die BBS2 und erhält dort einen guten Einblick unter anderem in die Bereiche Bautechnik, Farbtechnik, Holztechnik oder auch Hauswirtschaft.
Bereits seit vielen Jahren werden alle 16 Grundschulen im Einzugsgebiet durch die sonderpädagogische Grundversorgung unterstützt.